In einer Filmreportage vom 12. September 2026 bei RTL geht es um die Vorstellung eines Buchprojektes des Historikers Herr Mil GOERENS – ” Schieren – En Duerf erlieft zwee Weltkricher” –
Die Buchpräsentation des lokalhistorischen Werkes findet am 25. September 2026 in der Al Schoul zu Schieren statt. Im Interview spricht der Historiker unter anderem über Schloss Birtringen. Die Kriegshandlungen im September 1944 hatten zur Folge, daß die 100 Jahre zuvor 1844, aus rotem Sandstein, im baroken Stil erbaute, historische Alzettebrücke des Weges zum Schloss, von der sich überstürzt zurückziehenden deutschen Wehrmacht gesprengt wurde. Dies, um die schnell vorrückenden U.S.-Einheiten in ihrem Vormarsch zu hemmen.

Der Zuweg führte von der Brücke durch eine herrliche Rotbuchenallee bis zum Schloss. Simultan zur Brückensprengung hatten die Deutschen alle Baumstämme der Baumallee angesägt und zur Sprengung vorbereitet. Bedingt des überstürzten Rückzugs der Wehrmacht gelang die Sprengung der Bäume nicht mehr.
Die Baumallee war jedoch in den Nachkriegsjahren dem Tod geweiht.
Vor Ort sind bis auf den heutigen Tag die von Vegetation überwucherten zwei baroken Brückenköpfe zu sehen. In der Filmreportage konnte man deutlich im Flussbett der an dieser Stelle nicht sonderlich breiten Alzette Steinbrocken der gesprengten Brückenauflage erkennen.
Nur fünf Monate nach der Sprengung der Schlossbrücke von Birtringen / Gemeinde Schieren wird die deutsche Großstadt Dresden – Venedig des Nordens genannt – vom 13. – 15. Februar 1945 bombardiert.
773 britische Nachtbomber und tags darauf 311 U.S. Tagbomber warfen 2670 Tonnen Spreng- und Brandbomben hauptsächlich auf den historischen Kern der Altstadt.
Resultat: Ein verheerender Feuersturm mit heute geschätzten 25.000 Toten; 80.000 total vernichteten Wohneinheiten; 15 km2 der vernichteten, historischen Innenstadt, mit 18 Millionen m3 Trümmerschutt.
Die Dresdener Frauenkirche welche der Flächenbombardierung standgehalten hatte stürzte Tage später in sich zusammen.
Als größtes Symbol des Wiederaufbaus des historischen Dresden wurde die Frauenkirche von 1993 – 2005 wieder aufgebaut. Am 22. Juni 2004 wurde mit der baroken Haube und der feierlichen Aufsetzung des von Großbritannien gestifteten ” Versöhnungskreuzes”, der Wiederaufbau der Frauenkirche abgeschlossen.
Die berechtigte Frage stellt sich: Was hat die Frauenkirche in Dresden mit Schloss Birtringen zu tun? Dresden in Deutschland ist nicht die Gemeinde Schieren mit Birtringen in Luxemburg.
Aber in Deutschland wurde eine im 2. Weltkrieg dem Erdboden gleichgemachte historische Stadt Dresden in aller Pracht wieder aufgebaut, während in Luxemburg es nicht einmal zu gelingen scheint die kleine gesprengte Schlossbrücke des im 13. Jh. von Gaspard – Florent de BREIDERBACH im Stil der englischen Gotik erbauten Schloss Birtringen wieder aufzubauen, sodaß die Brückenauflage noch 82 Jahre nach ihrer unheilvollen Spengung im Flussbett der Alzette ihrem eventuellen Wiederaufbau harren muß.
Sollten wir uns in bauhistorischer, kultureller Hinsicht nicht etwa schämen?
Müsste doch dem vormaligen Bürgermeister der Gemeinde Schieren – 2019 – 2023 – und aktuellem Kulturminister der Wiederaufbau dieses bauhistorischen Kleinods eine besondere Herzensangelegenheit sein!
Nun könnte von offizieller Seite als Entschuldigung vorgebracht werden, daß durch den Verkauf des Schlosses, nebst den Ländereien über zirka 90 ha. im März 2021 an einen luxemburgischen Baunternehmer, die zerstörte kleine, baroke Brücke über einen kleinen Fluss jetzt Privateigentum sei.
In der Historie über Schloss Birtringen kann man jedoch nachlesen, daß bei Beginn der Renovierungsarbeiten am Schloss das INPA (Institut national pour le patrimoine architectural) diese Arbeiten unterstützte.
Foglich müsste der Wiederaubau der Brücke nach aktuell 82järiger Untätigkeit von nationalem Charakter sein.
Néckel Ritz
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