Recent Posts

Post Categories

The Bering Strait Tunnel: From Intercontinental Link to a Governance Ecosystem 
Dëse Blog gëtt zanter sengem Ufank op Lëtzebuergesch gehalen an zugläich an däitscher an a franséischer Sprooch. Déi lescht zwee...
Cash fir Bores an der Politik 
Déi klassesch Parteien sollen sech. bei der eegener Nues huelen. Reegelméisseg behuelen si sech méi domm wéi et den demokratesche...
Frank Bertemes: Demokratische Nachhaltigkeit 
Tanz den Tanz auf dünnem Eis. So eine Aufforderung, der man tunlichst niemals folgen sollte… Zurecht gilt nämlich diese metaphorische...
Onrou an der Bäckerei an am stater Schäfferot 
Zu de Fakten: e leschte Samsdech war Halli-Galli op der stater Theaterplaz, do wou fréier  an der Festungsstad d’Bréidercher gebak...

Blog Post

Gesellschaft

Diskriminierung in der Grauzone 

Diskriminierung in der Grauzone
Photo de Luis Quintero: https://www.pexels.com/fr-fr/photo/photo-monochrome-d-un-homme-portant-un-sweat-a-capuche-1816868/

Stellen Sie sich vor, Sie setzen sich mit Ihrer Familie in ein Café.
Sie bestellen einen Kaffee, eine Fanta und ein Bier. Nichts Besonderes.

Die Bedienung lächelt – und fragt plötzlich nach Ihrem Ausweis.

Sie stutzen und fragen:
„Wieso? Habe ich etwas falsch gemacht? Bin ich Zeuge einer Straftat? Oder werde ich gerade kontrolliert?“

„Nein, keine Sorge“, heißt es.
„Das ist nur unsere Hausordnung. Wenn Sie nicht von hier sind, kosten die Getränke 20 % mehr. Wenn Sie von hier sind, zahlen Sie den normalen Preis.“

Klingt absurd?

Nein. Willkommen in der neuen „Normalität“.

Museen – etwa der Louvre – beginnen damit, Eintrittspreise nach Herkunft zu staffeln. Formal korrekt, rechtlich sauber, politisch elegant verpackt. Eine Diskriminierung, die man nicht so nennen darf, weil sie im richtigen Absatz steht.

Natürlich heißt es dann:
Das sei keine Diskriminierung.
Das sei nur eine „differenzierte Preisgestaltung“.
Sachlich begründet. Alternativlos. Harmlos.

Aber stellen wir die einfache Frage:
Ab wann wird es normal, Menschen nach ihrem Pass unterschiedlich zu behandeln?

Heute im Museum.
Morgen im botanischen Garten.
Übermorgen im Café oder im Restaurant?

Man sollte sich ehrlich fragen:
Ist das wirklich in Ordnung?

Selena Mouni

Related posts

Verloossen eng Äntwert

Required fields are marked *