Recent Posts

Post Categories

Dem Premier seng Ried war ok, deem aneren seng Ried war besser 
De Luc Frieden huet a senger Ried iwwer d’Lag vun der Natioun bäigeléiert. Hien huet net aus der Schoul geplappert...
Friedrich Merz a Luc Frieden, même combat? 
D’Parallellen tëscht deenen zwee Politiker sinn erstaunlech: deen een war 7 Joer laang President vun der BIL, deen aneren Chef...
Frank Bertemes: Der Schmetterlingseffekt 
Im übertragenen Sinn bedeutet der Begriff, dass scheinbar unbedeutende Handlungen, kleine Zufälle oder Entscheidungen in der Vergangenheit enorme und weitreichende...
Tripartite, Festival vun de gudden Affairen 
Als Rappel: D’Tripartite gouf an d’Liewe geruff an de 70-ger Joer, wéi de Stär vun der Arbed am gaange war,...

Blog Post

Gesellschaft

Daniel Miltgen: EINE WOHNUNGSBAUPOLITISCHE POSSE 

Daniel Miltgen: EINE WOHNUNGSBAUPOLITISCHE POSSE
Image par Photo Mix de Pixabay

 

Eine wirksame Wohnungsbauoffensive geht anders

Genau an jenem Tag an dem der grüne Wohnungsbauminister, Henri KOX, 3 (!) ganze Mietwohneinheiten in Mensdorf publikumswirksam einweihte, lud die CSV auf die Vorstellung eines Pamphlets mit zweifelhaftem wohnungsbaupolitischem Inhalt ein.

Bereits die erste Massnahme, nämlich die amtliche Festlegung des Gestehungspreises kommunaler Mietwohnungen, muss als unrealistisch abgetan werden, da unterschiedliche Gebäude auf unterschiedlichen Baugründen preislich nicht miteinander vergleichbar sind. Zudem muss jede Gemeinde ihre spezifische Bauordnung anwenden, ein Fakt der sich ebenso nicht preisneutral ist. Nicht zuletzt stehen Preisabsprachen bei den Bauunternehmer auf der Agenda und führen diese Idee definitiv ad absurdum.

Die breite Mittelschicht soll nach den Vorstellungen der CSV-Riege auch Zugang zu den sozialen Mietwohnungen haben. Ein Schmarren, da genau diese Mittelschicht den Bau sozialer Mietwohnungen vielerorts verhindert. Siehe: Altrier, Grosbous, Reckange-sur-Mess, etc.

Die Möglichkeit zur Schaffung von sozialen Mietwohnungen durch private und/oder gewerbliche Investoren hat der Gesetzgeber bereits im Jahre 1979 vorgesehen, so dass das staatliche Subventionsprogramm vom 21. Dezember 2018 eine Reihe von Projekten vorsieht, die von privatrechtlichen Unternehmen finanziert und errichtet werden. Dies gilt ebenso für Mietwohnungen die bereits von Sozialämtern errichtet und finanziert werden, so wie es die CSV-Fraktion nun einfordert.

Betreffend die Erhöhung der Förderbeträge für öffentliche Bauträger sei bemerkt, dass in der Vergangenheit noch nicht eine einzige Sozialwohnung nicht errichtet wurde weil das Vorhaben an der Finanzierbarkeit scheiterte. Vielmehr standen lokale politische Überlegungen, nicht selten der reaktionären Seite, und der Nimby-Effekt Pate bei der Blockade von Projekten.

Eine Spekulationssteuer wird, ebenso wie die Erhöhung der Grundsteuer, vom Verkäufer auf den Verkaufspreis der Immobilie übertragen. Preistreibend, so viel haben viele Akteure im Lauf der Jahrzehnte bereits begriffen, sind sämtliche Massnahmen die zur Erhöhung der finanziellen Verfügungskraft des Wohnungskäufers führen. Dazu gehören zweifelsohne die, von der CSV geforderte, Erhöhung des Mehrwertsteuer-Freibetrages und des Steuerkredites.

Eine Erhöhung der Karenzzeit beim Steuervorteil auf den Gewinnen aus Immobilienverkäufen führt dazu, dass Wohnungen nach dem Kauf und einer erfolgten Renovierung noch viel später wieder verkauft werden, ergo wieder auf den Markt kommen. Die Reduzierung der Karenzzeit wäre eine sinnvolle  Initiative gewesen.

Den Miet- oder Optionskauf einführen zu wollen, ist ebenso eine Lachnummer, da es dieses Instrumentarium seit 42 Jahren bereits gibt.

Daniel Miltgen

Luxemburg – Kirchberg   

    

               

Related posts

Verloossen eng Äntwert

Required fields are marked *