Klingt wie der Name eines Droiden aus „Krieg der Sterne“, ist, bzw. war jedoch die Bezeichnung für das „Worst-Case-Szenario“ des Weltklimarates IPCC.
Da einem auch als Laie fast täglich der allgegenwärtige „Klimawandel“ samt dessen Steigerungsformen wie „Klimakrise“ oder „Klimanotstand“ buchstäblich um die Ohren fliegen, sollte an dieser Stelle diesbezüglich ein kritischer Blick erlaubt sein.
1972 durch den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome mehr oder minder aus der Taufe gehoben, hat sich seither ein recht aufgeblähter Moloch aus Wissenschaftlern und sonstigen „Experten“ aus Medien, Politik und Wirtschaft rund um dieses Thema gebildet. Ein Club of Rome übrigens, der im gleichen Bericht anhand von Computermodellen das Ende der weltweiten Ölreserven irgendwo zwischen 1992 und 2003 verortete.
Damals wie heute scheinen offenbar die Modelle nicht gestimmt zu haben, denn auch RCP8.5 wurde jüngst Opfer seiner eigenen Erschaffer mit der Begründung, dass es mittlerweile unrealistisch sei. Bekanntlich ist die Wissenschaft von heute der Irrtum von morgen, da sie ein dynamischer Prozess ist und Anpassungen demzufolge ein normaler Vorgang sind.
Dass aber (Computer)-Modelle dem unbedarften Bürger trotzdem weiterhin als der Weisheit letzter Schluss verkauft werden, wirft unweigerlich die Frage auf, ob wir die Geister, die wir riefen, nun nicht mehr loswerden, da besagter Moloch inzwischen „too big to fail“ ist?
Ich frag für einen Freund…
Mario Dichter
NB: RCP8.5 steht für Representative Concentration Pathway 8.5 und bezeichnet das höchste Treibhausgasszenario des Weltklimarats (IPCC), das einen ungebremsten Anstieg der weltweiten Emissionen bis zum Jahr 2100 beschreibt. Es wird in der Wissenschaft oft als das extreme “Weiter-wie-bisher-Szenario” (Business-as-usual) genutzt, um die potenziell maximalen Risiken des Klimawandels zu untersuchen. (KI)