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Gesellschaft

Mars Eusani: Das »Silicon Valley-Syndrom« ist in Luxemburg angekommen und keiner diagnostiziert dessen Pathologie! 

Mars Eusani:  Das »Silicon Valley-Syndrom« ist in Luxemburg angekommen und keiner diagnostiziert dessen Pathologie!
Bild von Greg Bulla auf Pixabay

»Den Armen geht es schlechter, während die Reichen reicher werden. Diese Kombination aus der Verdrängung der anderen Segmente des handelbaren Sektors und der zunehmenden Einkommensungleichheit scheint die charakteristischen Symptome des „Silicon-Valley-Syndroms“ zu sein.« (James Corden, 1984)

Das »Silicon-Valley-Syndrom« ist ein Phänomen, das sich in der Technologiebranche manifestiert und durch Selbstüberschätzung und eine ausgeprägte Risikobereitschaft gekennzeichnet ist. Dieses Syndrom kann zu einer Reihe negativer Folgen führen, wie z. B. Fehlentscheidungen, Fehlverhalten und Skandale. In der luxemburgischen Gesellschaft hat das »Silicon-Valley-Syndrom« bereits einige Auswirkungen gezeigt. Zum einen hat es zu einem verstärkten Wettbewerb im Technologiesektor und zum Vermehrter Ungleichheit geführt. Die hiesigen Unternehmen müssen sich gegen internationale Konkurrenten behaupten, die über mehr Ressourcen und Erfahrung verfügen. Dies übt Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen aus und verändert die luxemburgische Gesellschaftskultur.

Alles in Luxemburg ist auf das Simulakrum der Silicon-Valley-Unternehmen ausgerichtet, mit Schwerpunkt auf Innovation, Risikobereitschaft, Geschwindigkeit und neuer sozialen Identitäten. Dies beinhaltet mehr Konflikte mit traditionellen Werten wie hundert Jahre soziale Sicherheit und Stabilität, Unsicherheit macht sich in der Gesellschaft breit. Die neu gewählten Politiker sollten sich der Auswirkungen des »Valley-Syndroms« auf die luxemburgische Gesellschaft bewusst sein und Maßnahmen ergreifen, um sie zu minimieren. Dazu gehört die Förderung Luxemburger Werte, die auf Sicherheit und Stabilität aufbauen, sowie die Entwicklung von Risikokontrollmechanismen.

Bild von StartupStockPhotos auf Pixabay

Die luxemburgischen Unternehmen sollten sich ihrer Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern und der Gesellschaft bewusst sein und in Werte wie Verantwortung, Integrität und Nachhaltigkeit investieren. Eine vielfältige und integrative Belegschaft kann dazu beitragen, Fehlentscheidungen und Fehlverhalten zu vermeiden, da unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen ein breiteres Spektrum an Lösungen bieten.

Das luxemburgische Konsulat und das Handels- und Investitionsbüro in San Francisco »Luxembourg Trade and Investment Office« (LTIO) haben großartige Arbeit geleistet, aber in den kommenden Jahren müssen die luxemburgischen Eliten verstehen, dass nicht nur die Plattformökonomie, GAFAM und künstliche Intelligenz nach Luxemburg gekommen sind, sondern auch das damit einhergehende »Silicon Valley Syndrom«, das der luxemburgischen Bevölkerung fast gänzlich unbekannt ist. Nicht nur die Smartphones, Apps und Online-Dienste, sondern auch die damit verbundenen Pathologien breiten sich in Luxemburg aus, wie die hohen Wohnkosten und die Zerstörung des sozialen Gefüges, die vielen Pathologien.

Ob Kauf oder Miete, der alte Luxemburger Lebensstandard wird für die meisten unerschwinglich, und viele müssen ins Hinterland. Ein Trend, der schon seit Jahren zu beobachten ist, – über 120.000 Umsiedler ؘ– viele sind noch in Luxemburg gemeldet, leben aber bereits in den alten Gebieten des Herzogtums. Davon sind 60.000 »atypische Pendler«, alle anderen werden von den Statistiken verband. So viele haben nicht einmal die Nazis bei ihren Umsiedlungsversuchen in die neuen Reichsgebiete geschafft. Für Luxemburger mit geringem Einkommen ist es schwierig, im eigenen Großherzogtum zu verbleiben. Die Luxemburger Pendelzeiten sind zu Silicon-Valley-Zeiten geworden, aber ohne »smart cars« und den vielen intelligenten Apps muss man in Luxemburg eben immer noch über die »Rote Brücke« fahren.

Die exponentielle Zunahme des Verkehrs in Luxemburg ist ausschließlich auf schlechte Planung und einfältige Beamte zurückzuführen, die keine Ahnung von der Theorie der Warteschlangen haben. Die Pendlerzeiten entsprechen nicht mehr dem Verkehrsaufkommen einer mittelgroßen Stadt. »Hinterländler« haben sich zu Großstadtpendler entwickelt, welche unter negativen Work-Life-Balance und den daraus resultierenden psychischen Gesundheits- und Stresssymptomen leiden, die Spitzenprämie wird auch „Burnout“ genannt!

Die Finanz- und Technologiebranche treiben die Einkommensungleichheit ins Unermessliche, und verbreiten die damit einhergehende »Ressourcen Fluch«. Dadurch vergrößert sich die Kluft zwischen denjenigen, die in schnell wachsenden Erfolgsindustrien oder im öffentlichen Sektor arbeiten, und denjenigen, die nur »Mitläufer« in den traditionellen, aber umso strategischeren und wichtigeren Unternehmen sind. Den “Non-Yuppies”, werden die ungerechten Lebenshaltungskosten aufgetragen, obwohl Sie der das Yuppie Leben ermöglichen! Der weltweite Zustrom wohlhabender Tech- und Finanzleute hat in einigen Teilen Luxemburgs zu einer typischen Gentrifizierung, zur Vervielfachung der Geringverdiener und zum Verlust der traditionellen Stadtviertel und Dörfer – der luxemburgischen Lebensart – geführt. Die traditionellen luxemburgischen Kneipen sind aus dem Stadtbild verschwunden und mit ihnen die luxemburgische gesellige Bierkultur, in der die »luxemburgische Politik« praktiziert wurde.

Die Herausforderungen des Silicon-Valley-Syndroms sind noch unbewusst und die heimischen Politiker täten gut daran, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um ihnen zu begegnen. Es handelt sich in der Tat um eine sehr schlimme Krankheit, die die Zerstörung der luxemburgischen Demokratie mit sich bringt. Die Erschwinglichkeit von Wohnraum wird mit halbherzigen Zusicherungen wie Mietzuschüssen und Steuererleichterungen sowie mit langen aufgeschobenen Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr, in die Infrastruktur, die alle völlig unzureichend sind. Die einzige wirklich intelligente Maßnahme war, die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos zu machen, an anderen Maßnahmen wird noch getüftelt. Aber es müssen intelligentere Maßnahmen ergriffen werden, um den Herausforderungen des Silicon-Valley-Syndroms zu begegnen.

Die Begleiterscheinung von SVK, die “holländische Krankheit”, und nur die gezielte Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht es, diese heftigen Pathologien zu überwinden. Start-ups, kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat der luxemburgischen Wirtschaft und spielen eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Lebensraum und die richtigen Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung sehr kleiner und mittlerer Unternehmen durch Steuererleichterungen und andere finanzielle und administrative Unterstützung sind nicht vorhanden, das Konkurs- und Insolvenzrecht muss dringend geändert werden. Bildungs- und Ausbildungsprogramme müssen ausgeweitet und an die Nachfrage der High-Tech-Unternehmen angepasst werden, um den Menschen zu helfen, die nützlichen Fähigkeiten zu entwickeln, die ihnen helfen, gut bezahlte Arbeitsplätze zu finden. Schlecht entlohnte Immigranten helfen hier nicht!

Bild von andreas160578 auf Pixabay

Der luxemburgische Arbeitsmarkt ist in hohem Maße vom Finanz- und Technologiesektor sowie von staatlichen und kommunalen Unternehmen abhängig. Dies hat zu einer ungleichen Verteilung der Einkommen geführt. Luxemburg ist eine kosmopolitische Stadt, aber nicht alle Einwanderer sind integriert oder werden es jemals sein. Dies führt zu Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen, wie man insbesondere im Bahnhofsviertel sehen kann. Die “Stad” ist nach wie vor ein beliebtes Touristenziel und bietet ein breites Spektrum an Kultur- und Freizeitangeboten.

Die Menschen, die in Luxemburg leben, sind freundlich und die Lebensqualität ist insgesamt hoch. Aber es ist auch klar, dass Luxemburg viele Herausforderungen zu bewältigen hat. Der Stadtgürtel hat mit den Problemen der sozialen Ungleichheit, der Obdachlosigkeit und des Drogenmissbrauchs zu kämpfen. Die Statistiken geben keinen Aufschluss über das nächstbeste erfolgreiche städtische Entwicklungsumfeld. Es gibt eine Reihe von »objektiven« Faktoren, darunter die soziale Vielfalt, das Zusammenleben vieler Minderheiten mit der bestehenden Bevölkerung, Kultur, Freizeit, Sport, Technologien, Konnektivität, und dass diese harmonischen Wachstumsfaktoren soziologisch erwiesen sind, ergibt nicht automatisch das Erfolgsrezept, denn es kommt immer auf die richtige Mischung an. Eine »Born Global-Stadt« muss zugänglich sein, sowohl für Menschen als auch für Waren und Dienstleistungen und Geldtransaktionen. Der luxemburgische Flughafen Findel privilegiert immer noch die inländische Fluggesellschaft und bietet keine Direktflüge nach Übersee, zu den Herkunftsstädten der »Born Global-Unternehmen«. Eine Stadt wie Luxemburg kann sich nicht ohne ihr globales und nahes Umland entwickeln. Eine nachhaltige Stadt muss sich an die Herausforderungen des exponentiellen Wachstums anpassen, umweltfreundlich sein und über die notwendigen Verkehrsverbindungen verfügen.

Viele europäische Städte, die um die Jahrtausendwende noch auf der Liste der nachhaltigen Metropolen standen, sind aus dieser Hitparade der Weltstädte für immer verschwunden. Denn die »Welt ist flach-Theorie« erlaubt es nur den noch erfolgreicheren Städten, exponentiell am globalem Reichtum zu räkeln. Wenn die Stadt erst einmal ins Hintertreffen geraten ist, wird es unmöglich, sie wieder einzuholen.

Trotz all dieser positiven Aussichten gibt es auch Visionäre wie Emmanuel Todd, französischer Politikwissenschaftler, Soziologe und Historiker, der in seinem Buch “L’origine des systèmes familiaux” (2011) eine Typologie der Familiensysteme erläutert, die die postmoderne Hype-Gesellschaft in der Antike und den Traditionen der Territorien verortet. Er identifiziert vier Haupttypen, die wichtige soziale Strukturen für das Überleben der Gesellschaft ermöglichen und über Jahrhunderte überlebt haben.

Alle bestehenden Staatsformen – ob Demokratie, Oligarchie oder Diktatur – sind eine Abhandlung dieser »primären« Strukturen der Existenz. Die »famille nucléaire absolue« ist eine Familie, in der die Eltern die absolute Autorität über ihre Kinder haben. Die Kinder werden traditionell in die Obhut der Eltern gegeben und die Familie ist die wichtigste soziale Einheit. Dieser Familientyp ist vor allem in Großbritannien und den Vereinigten Staaten verbreitet. Dieser Familientypus führt zu einer liberalen Gesellschaftsform.

Bild von Charles McArthur auf Pixabay

Die »famille nucléaire égalitaire« ist eine Familie, in der Eltern und Kinder gleichberechtigt sind. Die Kinder werden ermutigt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, und die Familie ist weniger wichtig als andere soziale Einheiten, wie der Freundeskreis oder die Arbeitswelt. Dieser Familientyp ist in Frankreich am weitesten verbreitet. Diese Art von Familie führt zu Demokratien mit festen sozialen Strukturen.

Die »famille souche« ist eine Familie, in der die Kinder nach der Heirat in der Familie des Vaters bleiben. Die Familie ist ein Erbe, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Dieser Familientyp ist vor allem in Deutschland und Österreich verbreitet.

Die »famille communautaire« ist eine Familie, in der die Familie mit anderen Familiengruppen verbunden ist. Die Familie ist Teil eines größeren sozialen Netzwerks, das gegenseitige Unterstützung und Solidarität bietet. Dieser Familientyp ist vor allem in Russland, China und Afrika verbreitet. In diesen Familien kann der Kommunismus besser gedeihen.

Todd vertritt die Auffassung, dass die Nachhaltigkeit der sozialen Strukturen von der Stabilität der Familiensysteme abhängt. Seiner Meinung nach ist die »famille nucléaire égalitaire« am besten geeignet, um sich an die sich schnell verändernden Bedürfnisse der Gesellschaft anzupassen. Diese Art von Familie ist flexibel und anpassungsfähig und ermöglicht es den Kindern, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihr Potenzial zu entwickeln. Natürlich gibt es auch Herausforderungen für die »famille nucléaire égalitaire« in Luxemburg, denn die neoliberale Herrschaftsmentalität will alle bestehenden, seit Jahrhunderten funktionierenden Strukturen durch den Markt ersetzen.

Auch dort, wo der Markt überhaupt keine Rolle spielt. Sind diese Strukturen erst einmal bis zum Zusammenbruch politisiert, gibt es kein Zurück mehr, auch weil die Einwanderung neuen Familienbanden mit sich bringt. In den skandinavischen Ländern und in Deutschland, aber auch in Luxemburg, fällt es den Behörden schwer, die importierten »Verwandtschafts-Strukturen – Blutsverwandte« (Kinships) – in den Griff zu bekommen und nach einheimischen Kriterien zu behandeln.

Todd ist vorausschauend, denn er prophezeit 1976 der ganzen Welt, sogar der CIA und dem KGB, dass die Sowjetunion mit den real existierenden Familienstrukturen nicht zurechtkommen wird.  Bis 1989 lachen viele über ihn. »La Chute Finale« – eine deutliche Anspielung auf die »Lutte Finale« – beschreibt, dass die Sowjetunion aufgrund des starren politischen und wirtschaftlichen Familiensystems nicht lebensfähig ist. Errungenschaften, die den Zusammenbruch hätten verhindern können, wie die Kybernetik der Sowjetunion, wurden von den Oligarchen weder verstanden, noch umgesetzt. In der Tat war die sowjetische Kybernetik ein Vorläufer des westlichen Internets und hat im Westen zu einem Sputnik-Effekt in der IKT geführt. Ein ähnlicher Effekt steht uns durch KI und die Ökologisierung der Wirtschaft bevor. Die Analyse des Zusammenbruchs der Sowjetunion stützte sich lediglich auf die Untersuchung des zerstörten sowjetischen »Familiensystems«.

Todd ist der Meinung, dass die »nucléaire égalitaire-Familie« in Luxemburg gut geeignet ist, sich an die veränderten Bedürfnisse der Gesellschaft anzupassen. Die »famille nucléaire égalitaire« bietet Kindern die Flexibilität, sich an diese Veränderungen anzupassen. Natürlich gibt es auch Herausforderungen für die »nucléaire égalitaire« –Familie in Luxemburg. Die Arbeits- und Lebenshaltungskosten sind hoch und es ist schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Dies kann zu Stress und Belastungen für die Familien führen. Insgesamt ist die »famille nucléaire égalitaire« in Luxemburg ein stabiles und anpassungsfähiges Familiensystem, aber nur, wenn sie überleben kann.

Bild von Hilary Clark auf Pixabay

Für Todd hat der »Dritte Weltkrieg« bereits begonnen. Er stützt seine Ansicht auf den Krieg in der Ukraine, der Teil eines größeren Konflikts zwischen den westlichen Demokratien und der von Russland und China angeführten autoritären Weltordnung ist. Er definiert ihn Konflikt der Weltanschauungen. Westlichen Demokratien vertreten eine liberale Weltordnung, die auf Menschenrechten, Demokratie und Marktwirtschaft beruht. Die autoritäre Weltordnung hingegen basiert auf autoritären Regimen, die nationalistische und andere Ziele verfolgen. In Bezug auf die USA vertritt er außerdem die Ansicht, dass sich das amerikanische Imperium, so wie die UDSSR im Niedergang befindet. Es gibt eine Reihe von »Familienbezogen Faktoren«, die diesen Niedergang unwiderruflich eingeleitet haben.

Die Globalisierung, die von den USA erfunden und angeführt wurde, hat zu einer Schwächung der Macht des Westens geführt. Unternehmen und Arbeitsplätze sind in die Entwicklungsländer abgewandert, und die USA haben ihre unantastbare Vormachtstellung in der Weltwirtschaft verloren. China, von den BRICS unterstützt, ist zu konkurrierenden Weltmacht gereift. Chinas Wirtschaft wächst schneller als die der USA und EU, und jetzt werden chinesische Interessen in der ganzen Welt betont.

Ein weiterer Franzose, Pierre Conesa, ein »Whistleblower« verweist auf die Radikalisierung und darauf, dass die Postmoderne zu einer Krise der Werte und der Identität führt. Diese kulturelle Identitätskrise macht die europäische und luxemburgische Jugend anfälliger für radikale Ideologien. Die Postmoderne untergräbt die Idee der universellen Wahrheit und des moralischen Absolutismus; im Westen gibt es keine gemeinsamen Werte und Normen mehr, an denen sich die Menschen orientieren können.  In diesem Vakuum sprießen radikale Ideologien, die jungen Menschen die einfachsten Erklärungen für die Komplexität der Welt und andere illusorische Identitäten anbieten, denen sie sich zugehörig fühlen können.

Als Katalysator für Unruhen, Revolutionen, Bürgerkriege reicht lediglich einen Anteil von 20 bis 30% jugendlicher, welche sich in der bestehenden Gesellschaft nicht mehr wohlfühlen.

Die Jugendarbeitslosigkeit in Luxemburg ist ein ernstes Problem, denn die Arbeitslosenquote für junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren liegt bei 17,2 %. Die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen mit Hochschulabschluss liegt bei 5,7 %. Die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen ohne Schulabschluss liegt bei 25,8 %. Die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund liegt bei 14,5 %. Die gleichen Verhältnisse, welche den arabischen Frühling herbeigeführt haben. Der amtierende »Asselbornismus« zieht magisch 25.000 jugendliche Immigranten ins Land, ohne ihnen auch nur annähernd eine gute Zukunft anbieten zu können. Laut STATEC ist die Zahl der Jugendlichen (15-24 Jahre) mit Migrationshintergrund in Luxemburg stetig gestiegen. Im Jahr 2023 machten Jugendliche mit Migrationshintergrund 30 % der Gesamtbevölkerung Luxemburgs aus. Davon waren 15,6 % aus Afrika und 11,9 % aus Europa, oder ist das schon »Asselpornismus«?

Wie unter digitaler Hypnose haben wir Luxemburger uns an die Zukunftsversprechen aus dem Silicon Valley gewöhnt, merken aber nicht, dass wir an der Silicon-Valley-Krankheit leiden. Wir in Luxemburg lassen uns von Apps leiten, in denen uns alles vertraut erscheint, wir machen einfach mit, wir vergöttern die Versprechungen des Silicon Valley. Aber die Gefahr für die luxemburgische Gesellschaft leuchtet überall, und wir würden besser daran tun, nachzudenken, bevor unumkehrbare Dinge geschehen, aber Bremsen allein wird nicht ausreichen.

“And, I’m not the Party Pooper!”

      M. Eusani

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