Es ist ein Reizthema der besonderen Art – siehe das heftig debattierte Beispiel Google –Roost: Datenzentren. Die Anzahl dieser Rechenzentren nimmt weltweit zu. Angesichts der negativen, sicherlich nicht nur regionalen Auswirkungen dieser Anlagen mit gigantischem Ressourcenverbrauch organisieren sich natürlich immer mehr Bürgerinitiativen, die jedoch sowohl von den jeweiligen Regierungen, besonders jedoch der dem Volk am nächsten agierenden Lokalpolitikern mittels Schönredens und Verharmlosens der Fakten „beruhigt“ werden sollen. Weshalb eigentlich? Weshalb stehen die Politiker so ziemlich aller Schattierungen diesen ach so „unverzichtbaren“ Datenzentren so unkritisch positiv gegenüber? Ein

absolutes, alternativloses Must? Man mache dem Normalo bitte sehr nichts vor: Das neoliberale, weltweit dominierende Diktat der bekannten Big Five – Google-Mutterkonzern Alphabet, sowie Amazon, Apple, Meta und Microsoft – spielt heuer eine gigantische gesellschaftliche Rolle. Welche Schäden sie allerdings anrichten können, dies weil die ihnen gegenüber katzbuckelnd unkritisch agierende politische Klasse diese Techkonzerne als ein Synonym für den Fortschritt halten und sie frei handeln lassen, scheint angesichts ihrer (nicht nur wirtschaftlichen) Machtposition relativ gleichgültig zu sein – es gibt keine Alternative. Diese Big Tech-Unternehmen erst mal gewähren lassen um dann Jahre später (vielleicht) ein bisschen zu regulieren, wenn es dann zu bunt wird, das scheint die politische Devise zu sein…
Egal wie: diese Rechenzentren, die hinter der „Cloud“ stehen, sind mit Computern ausgestattet, auf denen riesige Mengen an Daten gespeichert und verarbeitet werden. Im Falle Google darf man sich in diesem Kontext eben auch die Frage nach der Datensicherheit und dem generellen Datenschutz stellen, die Google sicherlich nicht genau beantworten wird. Es geht um minimale Kontrolle bei maximalem Profit. Keine Verantwortung übernehmen, die überlässt man ob der zu erwartenden Probleme den politisch Verantwortlichen, die sich dann mit den Protesten der Bevölkerung auseinandersetzen müssen. Falls demnach der Gesetzgeber nicht schon im Vorfeld entsprechend eingreift, wird neben der Umweltproblematik (Bauland, Wasserverbrauch, Lärm) eben auch der Datenschutz zur Farce. Man hört jedoch sehr wenig dazu…

Daneben ist bekannt, dass die erwähnten Big-Tech-Unternehmen in den letzten Jahren den Bau großer Anlagen, die in der Marketing-Sprache häufig als „Hyperscaler“ bezeichnet werden, dramatisch beschleunigt haben. Diese sollen die Weiterentwicklung generativer KI unterstützen – von Bildgeneratoren bis hin zu großen Sprachmodellen für Chatbots, wie beispielsweise ChatGPT. Solche Rechenzentren verbrauchen enorme Mengen an Strom und Wasser. Bekannt ist allerdings, dass die großen Technologieunternehmen oft hinter verschlossenen Türen Vereinbarungen abschließen und vage Versprechen von Arbeitsplätzen und Innovationen, die als „digitaler Fortschritt“ vermarktet werden, zu machen pflegen – alles mit minimaler Kontrolle und steigenden öffentlichen Kosten verbunden, versteht sich.
Deshalb darf das Wahlvolk volle Transparenz und Rechenschaft einfordern. Denn wer im Endeffekt für diesen „Fortschritt“ mit allen bekannten oder noch drohenden Konsequenzen, den man uns allerdings von diversen Seiten als absolutes Must aufzwingen will, jedoch im Endeffekt zahlen wird, dürfte wohl klar sein…