ABSURDISTAN IN STADT UND LAND: UND IMMER WIEDER KLOTZT JEANNOT GRINGO

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Image par T. Jensen de Pixabay

 

Jeannot GRINGO ehemaliger Diktator, sorry Direktor, der Finanzinspektion, mit dem Spitznamen „Meister Proper“ produziert sich regelmäßig publikumswirksam als Obersaubermacher der Nation, aber nur dann wenn es nicht um seine eigenen Interessen geht. Einen sehr großen Namen machte sich der emsige Wendehals in der s.g. „Santé-Affaire“.

 

Zur Erinnerung: Mit dem wohlwollendem Segen der Finanzinspektion wurden seinerzeit von engagierten Staatsdienern hunderte von Gesellschaften ohne Gewinnzweck (a.s.b.l.) zur Finanzierung von staatlichen Aufgaben gegründet und geführt. Sie erhielten ihr Geld offiziell aus der Staatskasse als allgemeine, oft nicht zweckgebundene, Subventionen. Sie konnten Einnahmen tätigen und ordnungsgemäß verbuchen da dieses Geld nicht mehr in der allgemeinen Staatskasse, für das betreffende Ministerium auf Nimmerwiedersehen, verschwand. Dieses Geld konnte dann in der Folge, frei nach dem Gusto des betreffenden Ministers, reinvestiert werden, dies ohne eine komplizierte Bürokratie zu bemühen.

 

Der damalige Gesundheitsminister Jonny BENHUR (LASEP), und besonders sein jähzorniger Kabinettchef Marcel REIMENDICHTER, profitierten großzügig von dieser extrabudgetären Finanzierungsformel. Zu großzügig für verschiedene Artgenossen, die beim wundersamen Geldsegen nicht sonderlich gut bedient wurden. Diese wurden nicht müde an einem handfesten Politskandal zu basteln. Dieser blieb dann nicht aus und letztendlich stellte sich die Frage wieso diese Parallelfinanzierung öffentlicher Aufgaben sich der Kontrolle des Finanzministeriums und seiner Finanzinspektion entziehen konnte. Das Machtmonster von GRINGO drohte, angesichts dieser peniblen Fragestellung, zu zerfallen und unser guter Jeannot, selten verlegen, sprang vor die Kameras von RTHell und prangerte öffentlich die Vorgehensweise des Gesundheitsministers und seines Wasserträgers als ungesetzliche Machenschaften an, die aufs Schärfste zu verurteilen seien, obwohl er sie jahrelang förderte. Diese Vorgehensweise war natürlich strategisch intelligenter als sich selbst, sowie den Schlafmützen der Cour des Cons, die Ohren lang zu ziehen. Der verdutzte BENHUR, der über keine Hausmacht innerhalb der LASEP verfügte, er kam schließlich aus den Reihen des OGBell, musste tief verletzt seinen Hut nehmen. REIMENDICHTER wurde nach Irgendwo, mit hohem Gehalt versteht sich, verbannt.

 

Der neue große Held der Nation Jeannot GRINGO wurde dann von der Regierung beauftragt der unkeuschen Finanzchose einen Riegel vorzuschieben was dieser mit geschwellter Hühnerbrust auch tat. Ohne größeren Geistesblitz ließ er eine neue Verwaltung, die Direktion Finanzkontrolle, mit an der Spitze seinem Busenfreund Patrick GILLY, gründen. Parallel dazu wurden zig stupide Verkomplizierungsmechanismen der staatlichen Buchführung eingeführt und der Staatsapparat verharrte immer mehr in der Starre. Heute verfügt diese Verwaltung über 40 hochbezahlte aber überflüssige Finanzinspektoren die bislang nicht einen Schimmer zur Transparenz und Schnelligkeit des Systems der öffentlichen Finanzen beigetragen haben, derweil die Experten der Cour des Cons immer nur noch das zu Papier bringen was alle anderen Staatsdiener längst wissen.

 

Und die Geschichte wiederholt sich. Eigentlich wäre es, seit seiner Nominierung als Direktor der Finanzinspektion, seine verdammte Pflicht gewesen, die Architektur des Finanzwesens des großherzoglichen Hofes zu gestalten. Doch der viel beschäftigte Jeannot musste tagtäglich von einer gut bezahlten Aufsichtsratssitzung zur anderen eilen, so dass sein gesamtes core business auf der Strecke bleiben musste, so auch das Finanzgeschehen am Hofe.

 

Nun im wohlverdienten Ruhestand, wurde GRINGO von Xavier BETSCHEL (Flipperpartei) himself, als Sonderbeauftragter der Regierung nominiert, mit der Aufgabe, das was er amtlich nicht imstande war zu regeln und in einem Bericht, dem „Rapport GRINGO“, zu Papier zu bringen. Kostenlos, ließ man telegen und fotogen verlauten, doch man vergaß großzügig zu bemerken, daß GRINGO, trotz Pensionierung, als Gegenzug auf dem einen oder anderen Verwaltungsratssitz kleben bleiben konnte, allen voran als Vorstandsvorsitzender der CFHell.

 

Und was tat der gute Jeannot? Er ließ, wie gehabt, eine neue Verwaltung, die „Maison du Grand Duc“, aufplustern. Mindestens 14 neue Dienststellen sind in einer ersten Phase vorgesehen. Und man darf gespannt sein ob sich dadurch tatsächlich etwas am Geschäftsgebaren bei Hofe ändern wird. So ähnlich wie beim GRINGO-Verständnis über das staatliche Finanzwesen wird auch aus diese Reform, wie das rezente Interview des Tausendsassas Stefan BERNZ im Pari Matsch erahnen lässt, mit einem „x“, das wahr wohl nix, enden.

 

Schöne Grüß aus Absurdistan.

 

 

 

 

 

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