Néckel Ritz: Straßenbäume und kein Ende.

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Im Tageblatt von Donnerstag 30. März 2022 hat Transportminister Francois Bausch Stellung genommen zur Kontroverse um Baumalleen unter dem Titel ” Falsch geplanzt.” Nach wie vor machen sich die “Sécurité Routière Luxembourg Asbl” und die ” A.V.R. Asbl” Luft im Zusammenhang mit Straßenbäumen. Hierzu sei Folgendes bemerkt:  Daß Straßen Landschaften zerschneiden,  dürfte bekannt sein. Entlang unserer Autobahnen, von welchen es im kleinen Luxemburg wahrhaft genug gibt, stehen keine Straßenbäume und das ist auch richtig so. Früher wurden entlang der Landstraßen Straßenbäume gepflanzt, welche zur Beschattung des Farbahnbelags dienten, um im Sommer Teerfluss zu vermeiden. Bei allem Respekt gegenüber allen Opfern des Straßenverkehrs, möchte ich nebenbei erwähnen, daß ich als Inhaber der Führerscheine A+B seit 46 Jahren weder als Pkw- noch als aktiver Motorradfahrer jemals mit einem Straßenbaum kollidiert bin. Zufall?

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Nein, umsichtige Fahrweise und Achtung des Code de la Route schützt das eigene Leben als Verkehrsteilnehmer. Als aktiver Motorradfahrer verlange ich auch nicht das Entfernen von Viehweidenzäunen entlang der Straßen, weil sie für diese Verkehrsteilnehmer lebensgefährlich sein können.

Seinerzeit musste die durch Transportminister Robert Goebbels initiierte harmonische Installation im Rond point Gluck weichen, weil ein Autofahrer in totaler Missachtung aller Verkehrsbeschilderung, sowie akustischer Fahrbahnvorrichtungen am Ende der Autobahn wie ein Geschoss im Rond point einschlug, was 2 weitere Verkehrstote zur Folge hatte. Ich bin der Meinung, daß es nicht opportun ist, wegen Verkehrsteilnehmern, welche die Grundprinzipien des Straßenverkehrs missachten, mit der Motorsäge durch das gesamte Land zu reisen. Ohne in eine Lehrstunde über Code de la route verfallen zu wollen, sei nur auf die Artikel des Code betreffend Fahrtüchtigkeit, sowie Geschwindigkeit und Beherrschung verwiesen. Sollte man sich auch weder volltrunken, noch schlaftrunken ans Lenkrad setzen. Selbst die Wiedervereinigung Deutschlands 1989, haben die herrlichen Baumalleen entlang der Landstraßen der ehemaligen D.D.R. überlebt. In Frankreich wurde die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen von 90 auf 80 km/h gesenkt.

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Der Rückgang tödlicher Unfälle in Frankreich, durch diese Maßnahme, dürfte sicherlich statistisch messbar sein. Sollte der unaufhörliche Ansturm gegen Straßenbäume, genauso wie die kostspielige, wie lächerliche, aktuelle Plakataktion der “Securité Routière” zur Sensibilierung von Motorradfahrern nicht etwa eine Alibifunktion erfüllen zwecks Aufrechterhaltung über Jahrzehnte,  von großzügig besoldeten Posten in den verantwortlichen Gremien? In Badelatschen wird wohl kein verantwortungsbewusster Motorradfahrer die Fahrt antreten. Denen es gelten sollte, ist es ohnehin schnuppe. Eine geschicktere Diplomatie zwischen Nachbarstaaten könnte mit Sicherheit in der E.U. neue Raketenabwehrsysteme, sowie exorbitante Aufrüstungkosten, auch in Luxemburg gegenstandslos werden lassen. So könnte Minister Francois Bausch, welcher auch für das Ressort Verteidigung zeichnet, erhebliche Budgeteinsparungen vorsehen, um in weitere Streckenradare zu investieren zwecks weiterer Senkung der Todesraten im Straßenverkehr und gleichzeitigen Schutz von Straßenbäumen und Baumalleen.

Néckel Ritz

2 COMMENTS

  1. Zitat: “Ich bin der Meinung, dass es nicht opportun ist, wegen Verkehrsteilnehmern, welche die Grundprinzipien des Straßenverkehrs missachten, mit der Motorsäge durch das gesamte Land zu reisen.”
    Sehr richtig!
    Es ist klar, dass die (vielfach negativ geführte) Debatte um die (wichtigen!) Bäume am Straßenrand so manches an von gewissen Autofahrern selbst verschuldeten Unfällen übertünchen soll , im Sinne von: Freie Fahrt für freie Bürger!?
    So einfach ist es nun eben doch nicht – und das ist sicherlich nicht die Schuld der Bäume…Die Verantwortung des Fahrstils (Tempo, Risiko) und der Aufmerksamkeit beim Fahren (Stichwort: Handynutzung oder sonstige Ablenkungen) liegt einzig und allein bei demjenigen, der das Fahrzeug lenkt.
    Und wenn dieses in einem Baum landet….(?)
    Wichtiger Beitrag von Herrn Ritz!

  2. So weit und soviel ich mich beim Autofahren auch umschaue, mir ist seit 50 Jahren Hände am Lenkrad weder ein Baum, noch ein Brückengeländer oder eine Strassenlaterne in den Weg gesprungen. Hier wird der Täter zum Opfer gemacht und schöne Alleen bzw. umsäumte Strassen ihren unschuldigen Bäumen beraubt. Aber im Abholzen ist unsere Regierung ja Weltmeister. Gréng wierkt!

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