Dr. Henri Hosch: GEFÄLSCHTE  WISSENSCHAFT  

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Image par Gerd Altmann de Pixabay

 

die rechtschaffenen Bürger, und das sind wohl die allermeisten, sind bedenkenlos bereit, alles zu schlucken, was die Wissenschaft so auftischt, in der Überzeugung, dass die Wissenschaft auf dem schnurgeraden Weg der Wahrheitsfindung unterwegs ist. Sie sind sich dabei nicht bewusst, dass sie selbst auf dem berühmten Holzweg sind. In Wirklichkeit  gibt es, wie in allen Bereichen, auch in der Wissenschaft fleißige und faule, begabte und unbegabte, ehrliche und unehrliche Akteure.

Forschung und Betrug sind keine unvereinbaren Gegensätze. Gefälschte Wissenschaft existierte schon immer, und auch heute wird Totalbetrug noch immer skrupellos praktiziert. Deshalb ist die Meinung, dass es neben dem Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie ein zweites gebe, das genau das Gegenteil beweisen würde, nicht aus der Luft gegriffen. Dieses scheinbare Paradox ist aber einfach zu erklären: Es gibt eben gute und schlechte Wissenschaft, ergo gute und schlechte Interpretationen der Forschungsergebnisse.

Vieles, was von den Wissen Schaffenden  als Wissenschaft verkauft wird, ist schlicht gesagt astreiner Blödsinn. «Wer Wahrheit nicht weiβ, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiβ, und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher» (Berthold Brecht 1898-1956). Für mich gilt genau das gleiche Urteil für den, der die Fakten fälscht und verbiegt, um ein vorher bestimmtes Ergebnis als wahr, bewiesen und unwiderlegbar darzustellen, und es sogar anderen aufzuzwingen versucht. Das kann so weit gehen, dass eine krumme These von interessierter Seite zu einem Dogma hochgefahren wird, und dass diejenigen, die unerwünschte Zweifel anmelden, kurzerhand medial hingerichtet werden, wie das in der aktuellen Klimadebatte der Fall ist. Dann werden die Wege der Wissenschaft und die ethischen Grundprinzipien für den Menschen von Marionettenspielern im Hintergrund bestimmt. Dies ist ein Paradebeispiel von Pseudowissenschaft, wo es also nur dem Anschein nach wissenschaftlich zugeht.

In der echten Wissenschaft ist eine These, die es zu beweisen gilt, ergebnisoffen, kann kontrolliert werden, kontrovers diskutiert werden, fallen gelassen werden oder durch eine andere ersetzt werden, und das alles ohne den dunklen Hang um Ruhm, Ehre, Anerkennung und Titel zu ernten. Prof. Manfred  Spitzer formuliert das so: «Zur Lösung unserer Probleme brauchen wir Experten – Mediziner und Ingenieure, Juristen und Wirtschaftler, Physiker, Chemiker und Biologen, Gesellschafts- und Geisteswissenschaftler. All diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein solides Wissen in ihrem Fach haben, einen Überblick in einem Sachgebiet, der es ihnen erlaubt, in vielen Fällen sofort das Richtige oder Angemessene zu tun und ansonsten rasch noch mehr Fachwissen zu generieren, um dann die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, zu entscheiden und zu handeln.»

In der Pseudowissenschaft geht es darum, eine politisch, wirtschaftlich oder strategisch «gewünschte» Hypothese zu «beweisen». Hier wird das zu erreichende Ergebnis vorgegeben, und die «Beweisführung» verläuft in diametral entgegengesetzter Richtung. Hier werden nicht, wie man erwarten könnte, zuerst Daten und Fakten gesammelt und studiert, um dann Schlüsse daraus zu ziehen. Nein, die Daten und Fakten werden auf das zu erreichende Ergebnis hin getrimmt. Es wird gezielt verfälscht, beseitigt, bewusst falsch interpretiert, heruntergespielt… alles was nicht passt, wird angepasst oder einfach weggehobelt, dass die Späne fliegen.

Zusammenfassend kann man das so ausdrücken: In der echten Wissenschaft, die diesen Namen auch verdient, wird ergebnisoffen und uneigennützig geforscht mit dem alleinigen Ziel, das Wissen voranzutreiben. In der Pseudowissenschaft wird auf Biegen und Brechen mit einem ganzen Arsenal von Tricksereien versucht, ein vorbestimmtes Ergebnis zu «beweisen» mit dem Ziel, den «Auftraggebern» zu ermöglichen, einen Profit herauszuschlagen. Das ist das Gegenteil von Wissensvermehrung. Es handelt sich hier um vorsätzlichen Betrug und gezielte Irreführung der Öffentlichkeit.

Die Vielfalt von Lehrmeinungen verschwindet zugunsten einheitlicher Doktrinen, die die Forscher schon während ihrer Ausbildung eingetrichtert bekommen, und die schlussendlich zu einem Glaubensartikel verkommen. Verheerend für echte Forschung und echte Wissenschaft ist auch der Umstand, dass es kaum noch Hochschulinstitute oder Forschungseinrichtungen gibt, die ohne Gelder aus Industrie und Privatwirtschaft auskommen. Die staatlichen Zuwendungen sind einfach zu gering, um extrem aufwendige Forschung überhaupt noch zu betreiben. Dies gilt besonders in der Physik und der Biotechnologie. Da drängt sich unweigerlich die Gretchenfrage auf: «Sag mir, wer dich finanziert, und ich sage dir, wessen Lied du singst». In den Bereichen Medizin und Pharmakologie wird besonders viel Schindluder getrieben. Die Medien sind oft ausschlieβlich auf der Seite der Pseudowissenschaft, weil diese einfach mehr Sensationspotential und ein gröβeres Spielfeld für die Selbstinszenierung bietet, und so kommt es schnell zu einer einseitigen und engstirnigen Fehlinformation, der die Politiker dann auf den Leim gehen, wenn sie sie denn nicht selbst angestoβen haben.

Politiker beherrschen die Kunst der Debatte, des Allianzenschmiedens und des Austricksens des politischen Gegners, die ihr politisches Überleben garantiert, kennen aber selten die wirkliche Welt und verstehen in der Regel noch weniger von Wissenschaft. Politiker sind von den Mainstream-Medien abhängig, und wer es wagt, auf die von den Medien mit viel Tam-Tam verbreitete Desinformation  mit Skepsis zu reagieren, riskiert Kopf und Kragen. Wer sich mit diesen Medien anlegt, wird gnadenlos öffentlich hingerichtet. Das wissen alle, und genau aus diesem Grund geschieht in vielen Fällen nichts oder sehr wenig, und wenn, dann mit großer Verzögerung. Thomas Mann (1875-1955) war diesbezüglich folgender Meinung: «Man braucht keine Macht, um die Wahrheit zu sagen». Dem füge ich hinzu: Besonders keine mediale Hoheit!

Professoren werden mit öffentlichen Geldern bezahlt für genau das Gegenteil von wissenschaftlicher Wissensvermittlung. Beratende Institutionen vertuschen und vernebeln, anstatt aufzuklären, und überparteiliche Kommissionen verkommen zu Marktgeschrei und Lobbyismus.

Politiker, die dies alles geschehen lassen, sei es aus Interesse, Unwissen, Gleichgültigkeit oder aus Angst vor den vorher beschriebenen Medien (alles gleichermaβen sträflich), machen sich zu Komplizen dieser unhaltbaren Zustände, die sich im Moment in der Klimadebatte genau beobachten lassen. In dieser Debatte gibt es, wie schon im allgemeinen geschildert, die echte Wissenschaft, die der Pseudowissenschaft diametral gegenüber steht. Zwei verschiedene Glocken also, von denen die zweite von den interessierten Medien andauernd auf Alarm geläutet wird, während die erste mit        Brachialgewalt am Läuten gehindert wird. Das sind Zustände, wie man sie sonst nur aus Diktaturen kennt.

Die  nicht zu Wort kommen, sind die «Klimatologen». Klimatologie ist die Lehre von den physikalischen Vorgängen und Gesetzmäßigkeiten in der Erdatmosphäre. Sie gehört zu den Geowissenschaften, die als «universitäres» Fach meist in den Instituten für Geophysik bzw. der jeweiligen Fakultät für Physik angegliedert sind. Sie sind die am besten habilitierten Experten, um über das Klima zu reden. Sie versuchen die Wahrheit zu finden und danach Gesellschaft und Politik durch Fachliteratur zu informieren.

Ganz anders handeln die «Klimawissenschaftler». Einen Universitätsabschluss in Klimawissen- schaft gibt es nirgendwo. Sie sind selbsternannte Wissenschaftler, die Langzeitentwicklungen beobachten und hiermit versuchen, die Umweltentwicklungen für die Zukunft vorauszusagen. Naturwissenschaftliche Untersuchungen vermischen sich hier mit gesellschaftlichen Fragestellungen und politischen Rahmensetzungen. Politik steht im Vordergrund, und die Pseudowissenschaft dient nur als Hilfsmittel, um das so erachtete «Gute» durchzusetzen. Wehe dem, der gegen diese Vorgehensweise zu meutern versucht.

Philippe Verdier, Wetteransager bei France 2, wurde wegen seiner geäuβerten Klimaskepsis mit Entlassung gedroht und  von einer späteren Präsidentschaftskandidatin öffentlich als «connard» beschimpft. Dr. Rex J. Fleming musste nach Europa kommen, um sein Buch mit dem Titel «The Rise and Fall of the Carbon Dioxide Theory of Climate Change» überhaupt gedruckt zu bekommen. Dieses IPPC-kritische Buch wurde nach Erscheinen vom Springer Verlag aus dem Handel gezogen. Das scheint die neue Variante der Bücherverbrennung zu sein und erinnert unweigerlich an ein besonders düsteres Kapitel unserer Geschichte. Einfach schändlich! Ich selbst habe mit einem früheren Beitrag unter dem Titel «Klima-Aberglaube mit Ablasshandel» auch sehr ernüchternde Erfahrungen gemacht. Den vorliegenden Text habe ich an sämtliche relevanten Luxemburger Print- und Bildschirmmedien gesandt und bin gespannt, wie es mir dieses Mal ergeht.

Beim letzten Klima-Meeting in Madrid war wieder kein Geophysiker eingeladen. Die besten Experten hält man sich eben vom Leibe, man diskutiert  lieber nur mit Kopfnickern jeder Couleur. Stattdessen waren 156 guineanische Klimatager dabei; in Katowice waren es noch 406 gewesen. Diese buntgemischte Klima-Touristenschar berät dann «fachmännisch» über die Zukunft unseres Planeten, und anschließend werden Mehrheitsbeschlüsse gefasst. Was für ein Hohn! Nicht die Mehrheit bestimmt, ob etwas wahr ist, sondern Beweise. Albert Einstein (1879-1955) hatte es so formuliert: «Bei guten Argumenten und Beweisen, reicht ein Kritiker». Die sind aber beim Welt-Klimarat nicht zugelassen.

Durch diese  gezielte Desinformation seitens des IPCC und seiner Mitläufer ist die Aktivistin Greta mit ihrer Endzeit- und Erlösungsbewegung in aller Munde, doch kaum jemand hat je etwas vom «Heidelberger Appell» gehört. Dies ist ein von den Medien verschwiegener Aufruf, den über 4000 Naturwissenschaftler, darunter 74 Nobelpreisträger, unterschrieben haben, in dem sie sich besorgt zeigen über die Entstehung einer irrationalen Ideologie, ihre Skepsis gegenüber der Klimawissenschaft zum Ausdruck bringen und die Regierungen und Autoritäten davor warnen, Entscheidungen zu treffen, die auf manipulierten Temperaturdaten und pseudowissenschaftlichen Argumenten beruhen. Vertuscht wird auch die «Oregon Petition» mit 31000 Unterschriften (davon 9030 promovierte Naturwissenschaftler), die genau die gegenteilige Meinung zu der des IPCC vertritt. Dies sind nur 2 Memoranden aus einer ganzen Reihe ähnlicher kritischer Stellungnahmen auf der Basis zehntausender Studien seriöser Forscher.

Arme Welt, wo steuerst du hin?

Dr Henri Hosch

 

 

 

 

 

 

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