Daniel Miltgen: Déi Gréng sinn déck gebeidelt! Ass et hiert Enn an der Regierung?

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Image parFree-Photos de Pixabay

Haben die Grünen fertig?

Oder wie einzelne Parteiapparatschicks eine wunderprächtige Idee aus niederen Beweggründen in kürzester Zeit demontierten.

 

 

Das beste Pferd im Stall der grünen Mannschaft, der Unbestechliche und der intelligenteste Kopf der grünen Riege, Félix BRAZ, Justizminister, liegt leider immer noch auf der Intensivstation im Krankenhaus und es ist unklar wann und ob er sein Ministerium wieder leiten kann.

 

Mit dem Infrastrukturminister François BAUSCH, die Inkarnation des Greenwashings schlechthin, hat die derzeitige Regierung bereits ein Mitglied das rechtmäßig  verurteilt wurde, wenn auch nur zum symbolischen Euro plus 750 € als Prozedurunkosten, zu zahlen an den ehemaligen SREL –Mitarbeiter Frank SCHNEIDER. Jedenfalls verurteilt!

 

Die Umweltministerin Carole DIESCHBOURG wird sich ebenfalls juristisch verantworten müssen, weil sie ihrem Parteifreund Roberto TRAVERSINI eine illegale Gefälligkeitsgenehmigung ausstellte. In der Tat war es nicht rechtens Umbauarbeiten an einem illegal errichteten Chalet mitten im Naturschutzgebiet „Prenzebierg“, und dazu noch ex-post, zu genehmigen. Dieses Gartenhäuschen wurde nämlich nach dem Inkrafttreten des ersten Naturschutzgesetzes Anfang der 60er Jahre gebaut und ist demnach eine illegal errichtete Immobilie. Wäre sie legal errichtet worden, wäre die Genehmigung der Umweltministerin rechtens. Dem war aber nachweislich nicht so!

 

Der Ko-Präsident der grünen Partei, Christian KMIOTEK, irrt wenn er behauptet, der abgedankte Bürgermeister von Differdingen, Roberto TRAVERSINI, hätte sein Fehlverhalten als Bürgermeister und nicht als Abgeordneter zu verantworten. Vielmehr ist es so, dass Roberto TRAVERSINI als Mensch private Arbeiten an seinen privaten Liegenschaften zu Lasten der Allgemeinheit verrichten ließ. Diese Betrachtungsdivergenz wird sich spätestens dann klären, wenn die Gratisbrennholzlieferungen an Roberto TRAVERSINI aus einem staatlichen Forst untersucht werden. Dann wird sich wohl klären ob er dieses Holz als Bürgermeister oder als Abgeordneter bezogen hat?

 

Der Bürgermeisterstuhlanwärter von Differdingen, Georges LIESCH, Schöffe zuständig u.a. für Umwelt und Naturschutz (!), ist jener Experte, der am letzten Mittwoch dem 18. September vor laufender Kamera und Mikrophonen steif und fest behauptete die Chose des Gartenhäuschens von Roberto TRAVERSINI sei gar nicht so schlimm, da die besagte Immobilie nur einige Meter in der Pufferzone des Naturschutzgebietes „Prenzebierg“ liegen würde. Dies stimmte aber nur so lange bis Rat Gary DIDERICH (Déi Lenk) den juristischen Text vorlas, und demnach die ganze Parzelle mitten im Kerngebiet des Naturschutzgebietes liegt. Mit diesen Sach- Fachkenntnissen soll nun Georges LIESCH neuer Bürgermeister von Differdingen werden und Garant einer nachhaltigen Entwicklung sein?

 

Das Zünglein an der Waage aber ist Roberto TRAVERSINI selbst. Wenn die grüne Partei ihn nicht deckt, könnte er diese verlassen und entweder einer anderen Fraktion beitreten oder als Unabhängiger Abgeordneter sein Mandat bis zum Ende der Legislationsperiode wahrnehmen. In diesem Fall wäre Gambia am Ende da sie keine Majorität mehr im Parlament hätte. Das erklärt wohl das oben Gesagte von Christian KMIOTEK. Um aus dieser erpressungsfähigen Situation herauszukommen müsste die grüne Partei ihr Mitglied Roberto TRAVERSINI zum Wohnungsbauminister bestallen, was dato politisch einem Selbstmord gleichkommen würde, oder ihn als Ersten Regierungsrat im Nachhaltigkeitsministerium nominieren. Der darauffolgende Aufschrei der Bevölkerung wäre nach 5 Wochen gegessen und verdaut, wie die Affäre Maggy NAGEL (DP) bewies.

 

 

 

 

 

 

 

 

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