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Satir

ABSURDISTAN IN STADT UND LAND : wee gutt schmiert, dee gutt fiert! 

ABSURDISTAN IN STADT UND LAND : wee gutt schmiert, dee gutt fiert!
Image par T. Jensen de Pixabay

 

wie Partikularinteressen das Allgemeinwohl links und rechts überholen

 

 

Früher wurde der « dickste Bauer » im Dorfe auch zum Würgermeister bestallt. Dann konnte er sich gemütlich um die Valorisierung seiner Grundstücke kümmern und die Bebauungspläne nahmen die kuriosesten Formen an. Luxemburg hatte noch keine administrativen Gerichtsbarkeiten und die Politiker konnten „en gros“ machen was sie wollten.

 

Viele Gemeindetechniker waren empfänglich für gut gefüllte Briefumschläge und gingen, ohne sich sonderlich zu verstecken, mit den mächtigsten Promotoren der Gemeinde auf die Treibjagd und zu den Nutten. Die Aushändigung einer Baugenehmigung dauerte ganze drei Tage, wenn der Gemeindetechniker auch gleichzeitig Autor der Bauantragspläne war. Seine Dienste als Versicherungsagent standen sowieso auf der Agenda. Damals, als alles besser war, dauerten Richtfeste drei Tage an denen, auf Kosten des Bauunternehmers versteht sich, gefressen und gesoffen wurde. Frauen des horizontalen Gewerbes rundeten nicht selten das fröhliche Beisammen ab.

 

Minister, Abgestorbene und Würgermeister traf man zuhauf auf den pompösen Partys der Baulöwen à la Paul Ritter (Flipperpartei-lastig) ähnlich wie beim Ex-Baulöwen Jürgen Schnöder in Frankfurt. Es war übrigens der gleiche Paul Ritter, der in Luxemburg den so genannten „Entresol“ bei den Eigentumswohnungen einführte. Regelmäßig gelang es ihm nämlich durch Schummeleien ein nicht genehmigtes zusätzliches Geschoß bei seinen Appartementhäusern unterzubringen, die er dann E-Geschoss nannte, da es sich zwischen dem Erdgeschoss und dem 1en Stock situierte. Die Bauwirtschaft lief wie geschmiert und Luxemburg kannte keine Wohnungsnot. Alles war paletti und ein Jeder kam auf seine Rechnung.

 

Luxemburg war das einzige Land ohne großen Bauskandal, abgesehen von kleineren Affären wie zum Beispiel die Geschichte mit der Klobrille der windschiefen Fregatte Astrid Schifflingen (LASEP, Tzozialdemokraten, CSFaul) im Fall des GTL-Bankrottes, oder jene um das Kupferdach von Benny Hill (LASEP). Fast wäre die Causa Flavio Mekka für seine politischen Begleiter im Privatflugzeug zu den begehrten Fußballspielen zum Politdesaster geworden. Doch das Lügenpotential einiger unserer Minister und Abgestorbenen war derart überzeugend, dass die Affäre letztendlich im Sande verlief. Dies gilt aber weiland nicht für verschiedene überfleißige Staatsdiener des Justizapparates und der Steuerverwaltung die beharrlich gegen Mekka ermitteln.

 

Überhaupt nicht belangbar sind aber Annehmlichkeiten für Politiker, die ihnen so „en passant“ wiederfahren. So könnte der hauptstädtische Boulevard Royal verkehrstechnisch wesentlich optimaler gestaltet werden, wenn der Verkehr in Richtung Kirchberg und Limpertsberg über den Boulevard Jean-Pierre Pescatore, dann über den Boulevard Prince Henri zur Avenue de la Porte-Neuve geführt würde. Diese kostenlose aber übereffiziente Verkehrsverbesserung geht nicht weil die Hauptstadtwürgermeisterin Lydie Solper (Flipperpartei) am Boulevard Jean-Pierre Pescatore wohnhaft ist.

 

Die Nachtflüge würden stark eingeschränkt, wenn die Piloten nicht das Nobelquartier Belair meiden würden wie der Teufel das Weihwasser. Warum dem so ist, erfährt derjenige der herausfindet wo unser geliebter Immobilitätsminister François Aufgebauscht (Müsli) mit seiner Familie wohnt.

 

Die schönsten und gepflegtesten Spalierbäume des Landes, stehen, rein zufällig versteht sich, am Boulevard de la Pétrusse kurz bevor man das städtische Anwesen des Altwürgermeisters Paul Schelminger (Flipperpartei) erreicht.

 

Die teuerste Straße der Großregion wurde kürzlich in Bonneweg fertiggestellt. Dieses Kleinod der Superlative befindet sich in der Nähe der früheren Coopérative, d.h. in jener Straße wo der Würgermeister aller Bürger, Xav Bettschel (Flipperpartei) wohnhaft ist.

 

Der Nachtguru Marc Habscht (0) betrieb einst eine wunderprächtige Disko mit Restaurant in der schmucken Gantenbeinsmühle gelegen zwischen Bonneweg und Itzigerstee. Die gesamte Schickeria der Stadt traf sich Mittwochs, Freitags und Samstags gerne in dieser Nobelherberge an deren Eintrittspforte gleich zwei Türvorsteher mit Knopf im Ohr die unerwünschten Heckenfranzosen den Eintritt verwehrten. Dem verklemmten Laurel Mozart (CSFaul) ging diese Chose und besonders der damit verbundene Nachttransit derart auf den Keks, dass letztendlich unser Tausendsassa Marc Habscht seine Bude schließen musste.

 

Der kleine Missgünstiger

 

 

 

 

 

 

 

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