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Gesellschaft

Mario Dichter: Nein, meine Kinder geb ich nicht 

Mario Dichter: Nein, meine Kinder geb ich nicht
Image par josevigi de Pixabay

Reaktion zum Wort-Interview mit Yuriko Backes „Diskussion über die Wehrpflicht in Luxemburg wird kommen“ vom 28.06.2024

Der folgende Leserbrief wurde dankenswerterweise im „Luxemburger Wort“ vom 6.07.24 veröffentlicht, jedoch nicht ohne vorher den dritten Abschnitt „herausgekürzt“, oder sollte man sagen „zensiert“ zu haben? Leider scheint also nach wie vor die Bereitschaft bzw. der Mumm zu fehlen, statt der üblichen Hofberichterstattung Regierungsmitglieder zu kritisieren und deren gerade dem Zeitgeist angepassten Untaten bloßzustellen.

Wie die Geschehnisse um 9/11 als Rechtfertigung zum „Kampf gegen den Terror“ durch die vom damaligen US-Präsidenten postulierte „Koalition der Willigen“ führten, so soll nun offensichtlich der Ukraine-Krieg dazu herhalten, eine Wiedereinführung der sog. Wehrpflicht, also u.a. den „Dienst an der Waffe“, zu propagieren und ggfs. durchzusetzen.

Seit Beginn dieses Konflikts verliert sich die sog. westliche Politik zusehends in Kriegsfantasien, wie bspw. ein deutscher „Verteidigungs“-Minister, der Deutschland wieder kriegstüchtig machen möchte, oder ein französischer Präsident, der Bodentruppen in die Ukraine zu entsenden gedenkt.

Keine Ausnahme scheint da auch die zuständige luxemburgische Ministerin zu bilden, die mit der Diskussion um eine Wiedereinführung der Wehrpflicht in den Kanon der Kriegsrhetorik einstimmt; eine Ministerin übrigens, in deren mit allerlei Studienabschlüssen und Ämtern gespickter Biografie Kinder, und das soll in keinster Weise eine Wertung sein, keine Rolle spielen, die dafür aber gewillt zu sein scheint, in der Neuauflage einer „Koalition der Willigen“ anderer Leute Kinder in den Krieg zu schicken.

Ein größerer medialer oder gesellschaftlicher Aufschrei blieb bisher leider aus, obwohl bekannt sein dürfte, dass ein aus der Flasche gelassener Geist nur sehr schwer wieder einzufangen ist und es sich bei einer zu leistenden „Wehrpflicht“ um unser aller Kinder handelt, die dafür herangezogen würden.

Wir Eltern sollten es deshalb dem Liedermacher und Friedensaktivisten Reinhard Mey gleichtun, der schon vor rund 40 Jahren austauschbaren Machthabern wie den oben genannten mit seinem Lied „Nein, meine Söhne geb ich nicht“* zu verstehen gab, dass seine Kinder nicht als Kanonenfutter für irgendwelche Kriege herhalten würden!

*Der Text ist unter https://lyrics.lyricfind.com/lyrics/reinhard-mey-nein-meine-soehne-geb-ich-nicht zu finden. Er diente nicht nur als Inspiration, sondern ist zudem eine wesentliche Ergänzung zu diesem Leserbrief.

Mario Dichter 2.07.2024

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1 Comment

  1. Jean

    Da die wohlhabenden ukrainer meist schlau genug sind und einen weg finden um sich und ihre kinder vor zelenskis kriegsmaschinerie zu bewahren…taucht dann eine Backes auf ,welche junge Luxemburger an deren platz verheizen moechte.
    Wobei man sich vorstellen kann dass die betroffenen Luxemburger nicht aus der haute bourgeoisie stammen,welche die yuriko DP waehlen.

Verloossen eng Äntwert

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