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Gesellschaft

Frank Bertemes: Resilienz 

Frank Bertemes: Resilienz
Image by Josep Monter Martinez from Pixabay

Resilienz – ein heuer populäres Modewort.  Die psychische Widerstandskraft, die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen – so der Duden. Und noch: Krisen oder Rückschläge meistern und sich davon erholen, ohne dauerhaft psychisch oder physisch geschädigt zu werden. nach einer Belastung wieder ins Gleichgewicht finden. Alles schön und gut, Resilienz ebennicht angeboren, kann aber trainiert und gestärkt werden.

Wir kennen es alle. Tagtäglich werden wir mit schlechten Nachrichten wie Kriegen, Umwelt- und Naturkatastrophen, Terroranschlägen, Mord- und Totschlag, schweren Unfällen, Pandemien oder sozialen Problemen wie Arbeitslosigkeit, steigenden Preisen, Wohnungsnot, Kinder- und Altersarmut usw. konfrontiert.  Viele Menschen leiden in diesen Krisenzeiten unter Zukunftsängsten, Stichwort: KI mit ihren diversen Risiken.  Nun geht es darum, besser mit all dem umzugehen, indem wir – natürlich – unsere Resilienz stärken.

Die ständige Konfrontation mit schlechten Nachrichten in den Medien und das Gefühl, sie nicht lösen zu können,

Image by Gerd Altmann from Pixabay

versetzt unser Gehirn in Dauerstress”, so ein Experte für Resilienz und Stressmanagement. “Stress darf zwar kommen, er muss aber auch wieder gehen“. Leuchtet natürlich ein…Ferner wird Resilienz synonym mit Anpassungsfähigkeit und Bewältigung verwendet. Es gibt, wie man uns belehrt, vier Haupttypen von Resilienz, die wir kultivieren müssen, um uns in schwierigen Zeiten zu unterstützen:  körperliche Resilienz, psychische Resilienz, emotionale Resilienz und soziale Resilienz. Auf die Psyche des Menschen bezogen – und das dürfte auch als Folge der „Pandemie“ heuer hoch aktuell sein – wird Resilienz mit „seelischer Widerstandsfähigkeit“ oder „psychischer Robustheit“ übersetzt. Menschen, die über wenig Resilienz verfügen, werden als vulnerabel oder verwundbar bezeichnet. Wen wundern diese immer ernsteren, besonders psychischen Probleme noch? Bereits vor der Corona-Pandemie gehörten seelische Störungen weltweit zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Ängste und Depressionen machten den Hauptteil davon aus. Seit dem Beginn der Pandemie wird über deren Auswirkungen in der medizinischen Fachliteratur berichtet, u.a. auch zu den Themen Corona, Depression, Trauer und Angst. International durchaus eine sehr ernst genommene Problematik, hierzulande kaum ein Thema. Ein besonders ernstes Beispiel im Kontext Kinder und Jugend in ihrer diesbezüglichen Konsequenz: Auf der ganzen Welt tragen Schüler eine teilweise dramatische Last der Pandemie, entsprechende Statistiken über Aussagen befragter Eltern sagen aus, dass ihre Kinder erheblich in der Schule zurückgefallen sind. Wie sieht es damit hierzulande so aus? Pandemie und ihre Konsequenzen generell: Kein Wort darüber in den diversen Neujahrsreden, lieber ignorieren, nichts aufarbeiten und stattdessen mit einem Resilienz-Programm reagieren. Die tiefgründigen Wahrheiten stören doch nur, oder?

Image by Josep Monter Martinez from Pixabay

Doch zurück zum hochaktuellen Begriff mit der damit verbundenen Fragestellung: Resilienz heute – Wichtiger denn je? Und ja, die Frage ist berechtigt: Ist Resilienz womöglich nur eines von vielen Modewörtern, die im Trend liegen und deshalb gern und oft genutzt werden? Weitergesponnen:  Resilienz als ein zweckorientiertes Modewort, das uns von den bitteren Realitäten des Weltgeschehens ablenken soll? Das mag zum Teil stimmen, denn aus vielen Trends und Entwicklungen lassen sich Modeerscheinungen kreieren, die Aufmerksamkeit erregen. So jedenfalls die Schweizer Akademie für Individualpsychologie, benannt nach deren Begründer Alfred Adler, zu diesem Thema. Zitat: „Ein Blick auf die Bedeutung des Begriffs verrät uns, dass wir es mit einer wichtigen Eigenschaft zu tun haben. Der Joballtag zeigt dies deutlich: Wir müssen stark sein, flexibel, belastungsfähig, möglichst immer erreichbar und uns stetig auf aktuelle Entwicklungen einstellen. Die Anforderungen steigen, die Sicherheiten nicht. Jobs sind befristet, der technische Fortschritt scheint uns zu überholen und Planungssicherheit ist ein schönes Wort. Wie treten wir diesen Unwägbarkeiten und Herausforderungen entgegen? Resilienz entwickeln: Sich nicht herunterziehen zu lassen ist eine Möglichkeit mit den Belastungen des privaten und beruflichen Lebens klarzukommen, um an den Herausforderungen nicht zu zerbrechen.“

„Nicht zerbrechen “also. Wir müssen immer stark sein, alles ertragen, in modern times immer belastbar bleiben und (nicht nur körperlich) „fit“ sein für alles, was täglich so auf uns zukommt. Dazu gäbe es allerdings noch so manches zu bemerken…

Egal wie, bleiben wir doch positiv… und lernen: Resilienz eben

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