„In der digitalen Welt ist Datenschutz nicht nur eine Verpflichtung, sondern das Rückgrat des Vertrauens.“ (Tim Cook)
Angesichts dessen, was in unserer digitalen Welt, die scheinbar alternativlos zu sein hat, wirklich mit unseren Daten passiert, ist dieses Zitat des Apple-CEO’s eigentlich eine Farce. Vertrauen? In den „Datenschutz“ privater Tech-Konzerne? Die mit unseren Daten, die sie „frei Haus“ geliefert bekommen, Milliarden verdienen? Und ein Staat, der sich mehr als bedeckt hält? Nur: Kritisieren darf man sie nicht, Bedenken sind mehr als unerwünscht – kein Problem übrigens, die Mehrheit der „User“ liefern bedenkenlos…solange, bis es sie erwischt! Und dann ist die Hölle los-eher allerdings nicht…

Doch immer mehr Menschen fordern eine Abkehr von der Maxime der uns allgemein diktierten „Digital-only“- Vorgabe, die immer mehr als Bedrohung statt als Verheißung empfunden wird. Besonders die faktisch obligatorische Digitalisierung des Bezahlens und den entsprechenden Risiken sind angesichts der Hacking-Gefahren hochaktuell. Die diversen anderen Formen der Cybercrime – Risiken sind bereits zum Alltagsthema geworden. Doch die Lobby der Digitalisierer ist mächtig, (politisch) einflussreich und bestens organisiert. Die Macht der bekannten Digitalkonzerne stellt die noch kleine Lobby derer, die sich für die Abkehr von digitaler Überwachung und Bevormundung einsetzen, (noch) in den Schatten. Doch der Widerstand wird sichtbarer. Dies beispielsweise mittels der deutschen Plattform „Frei statt smart“, die sich für die Digitalfreiheit einsetzt. Die Initiative will nüchterne Informationen zum aktuellen Stand der Digitalisierung bieten, auf ihre Probleme aufmerksam machen und alle verbinden, die ähnliches Unwohlsein verspüren. Es ist wohl klar, dass die heuer leider aktuellen Angststörungen auch eine Konsequenz der Digitalisierung sind.
Das Modewort „smart“ soll für schlau, intelligent, effizient und modern stehen. Dies gilt besonders für so ziemlich alles,
was mit der Digitalisierung zusammenhängt, die jedoch auch ihren Preis für unsere diversen „Bequemlichkeiten“ nach sich zieht. Oft unbewusst bezahlen wir für das, was wir arglos über uns preisgeben und machen uns komplett abhängig von einer Technologie, die wir allgemein weder verstehen, noch kontrollieren können. Was wir einmal im Netz eingespeist haben ist unweigerlich drin – ob wir wollen oder nicht. Einfach gesagt: je mehr „smarte“ digitale Angebote wir nutzen, je mehr Computerprogramme für uns denken und entscheiden, desto abhängiger und manipulierbarer sind wir.
Freiheit bedeutet, ein selbstbestimmtes Leben führen zu dürfen, eben auch ohne Digitalzwang und das

auch ohne mit der ständigen Angst leben zu müssen, in eine digitale Falle hineinmanövriert zu werden. Es gilt das Recht der Wahl, und das ohne dabei digitale Lösungen und Vernetzung generell abzulehnen, um das schon mal klarzustellen. Man muss allerdings die Wahl zwischen vernetztem und nicht vernetztem Leben und Handeln haben und sich rechtmäßig der Lenkung fremder Interessen, die die uneingeschränkten „Dienste“, die die bekannten Tech-Giganten mit all ihren Gefahren nun mal bieten, entziehen dürfen. Das gilt für viele Bereiche unseres Netz-Lebens, die auch im aktuellen Kontext der KI -Risiken hochaktuell sind.
Frei statt smart – wir sollten uns dafür einsetzen…
Art. 31. Toute personne a droit à l’autodétermination informationnelle et à la protection des données à caractère personnel la concernant. Ces données ne peuvent être traitées qu’à des fins et dans les conditions déterminées par la loi.