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Klientelpolitik in Luxemburg – Warum der Fall Scuto ein Skandal ist 

Klientelpolitik in Luxemburg – Warum der Fall Scuto ein Skandal ist
Privat/chatGTP

“Denis Scuto über den CDMH-Betrugsskandal und seinen neuen Lehrstuhl” übertitelt die Investigativ-Journalistin Michèle Gantenbein ihren Artikel im Luxemburger Wort vom 15.September 2025. Diese gut recherchierte Analyse lässt tief blicken….

 

Unser Kommentar

Manchmal gibt es Entscheidungen, die wie ein Brennglas wirken: Sie zeigen, wie ein System funktioniert – oder eben nicht funktioniert. Die Ernennung von Denis Scuto zum Professor des neu geschaffenen Lehrstuhls für Migrationsgeschichte ist ein solcher Fall. Ein Lehrstuhl, finanziert mit Millionen aus öffentlichen Kassen. Ein Lehrstuhl, der Transparenz und wissenschaftliche Integrität symbolisieren sollte – und stattdessen  prinzipielle Fragen aufwirft die auf eine klare Antwort  drängen.

Scuto im Zentrum zweier Welten

wikipedia.com

Denis Scuto war stellvertretender Direktor des C²DH ( Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History) zugleich Mitglied im Verwaltungsrat des Dokumentationszentrums für Migration CDMH und dessen Kassenwart – jener Institution, die tief im Sumpf eines Betrugsskandals an Steuergelder steckt. Man sollte meinen, dass ein solcher,Interessenkonflikt eine klare Distanzierung erfordert und dementsprechende Konsequenzen einleitet. Doch das Gegenteil geschah: Scuto, der Mann aus der Institution mit der umstrittenen Vergangenheit erhält auf dem Silberplateau den neu geschaffenen Lehrstuhl für Migrationsgeschichte. Das ist kein Zufall – das ist System und lässt die Alarmglocken schrillen.

Partei-Politische Nähe und Seilschaften

Der Fall Scuto zeigt erneut, wie eng verwoben politische Interessen, universitäre Entscheidungen und persönliche Netzwerke in Luxemburg sind. Die Teilfinanzierung des Lehrstuhls durch die Stadt Düdelingen, die über eine Million Euro Steuergelder beisteuert, verstärkt den Verdacht, dass hier nicht wissenschaftliche Exzellenz, sondern politische Nähe und copinage den Ausschlag gegeben haben.

Privat/ChatGTP

Der Mythos der „internen Kompetenz“

Chancengleichheit und offene,transparente Ausschreibung? Fehlanzeige! Die Universität verteidigt die Ernennung mit einem Standardargument: „interne Kompetenz“. Wenn man die richtigen Leute hat, brauche man keine internationale Ausschreibung. Doch genau hier liegt das Problem. Ein Lehrstuhl darf kein Geschenk sein, das man intern verteilt. Er ist eine öffentliche Verantwortung! Wer trotzdem in Richtung interne Kompetenz argumentiert, entzieht sich der Rechenschaftspflicht und degradiert das universitäre System zu einem geschlossenen Club. Die Ernennung Scutos ist nicht nur fragwürdig, sie ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die auf faire Chancen hoffen – junge Wissenschaftler, unabhängige Forscher, kritische Stimmen. Das Signal lautet: In Luxemburg kommt es nicht auf Leistung an, sondern darauf, ob man Teil der Seilschaft ist. Das zerstört Vertrauen, nicht nur in die Universität, sondern in die Institutionen insgesamt.

Die notwendige Konsequenz

 

paperjam

Die causa Scuto ist mehr al seine Personalie – sie ist Symptom eines Systems,,in dem Begriffe wie Vetternwirtschaft und Copinage durch die politischen Gefilde geistern. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Ernennung von Denis Scuto sollte rückgängig gemacht werden. Nicht aus persönlicher Abneigung, sondern aus institutioneller Notwendigkeit. Wenn Luxemburg wissenschaftliche Glaubwürdigkeit behalten will, darf diese Entscheidung keinen Bestand haben. Alles andere wäre ein Offenbarungseid. Entweder Luxemburg schafft es, dieses Beziehungsgeflecht endlich zu durchbrechen – oder es verliert jede moralische Autorität, wenn es um Transparenz, Fairness und Integrität geht.

Fazit: Der unbescholtene Bürger und der geduldige Steuerzahler dürften sich die nicht unberechtigte Frage stellen,  ob nicht  das Parlament und die Staatsanwaltschaft  dieses glitschige Dossier schleunigst näher in Augenschein nehmen müssten.

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1 Comment

  1. Jean

    Hier scheint mir doch eine vermischung von verschiedenen elementen betreffend Denis Scuto vorzuliegen.
    Dass Scuto als kassenwart des CDMH versagt hat und seine inkompetenz bewiesen hat, indem er die veruntreung von geldern anscheinend nicht bemerkt hat trifft wohl zu.
    Daraus kann man allerdings nicht generell ableiten dass ihm die kompetenz fehlt einen lehrstuhl an der Uni zu besetzen,selbst wenn er durch interne prozedur dorthin gelangte.
    Dass er einen gewissen insidervorteil nutzte mag sein,das duerfte allerdings an den meisten universitaeten der welt auch vorkommen.

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