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Frank Bertemes: Roost im Wandel… 

Frank Bertemes: Roost im Wandel…
wort.lu

 

„Stil ist nichts Endgültiges, sondern beständiger Wandel.“

Walter Gropius (1883 – 1969)

deutscher (ab 1944 US-amerikanischer) Architekt und Gründer des Bauhauses

                                     

Wandel – sowohl mit Stil als auch mit Verstand.  Das wäre zumindest wünschenswert.  Dass es (leider) und immer wieder jedoch auch völlig anders geht, beweist neben dem architektonisch –  urbanistischen Reinfall des Trabantenstadtteils Kirchberg (köstliches diesbezügliches Zitat von Daniel Miltgen: „…großer Robinsonspielplatz für selbsternannte Architekturpäpste und Hobbystädtebauer, zum grenzenlosen Experimentieren mit den Lebensräumen vieler Menschen“) ebenfalls das Plateau auf Roost – auch da in vielfacher Hinsicht. Ein Landstrich, der seit einigen Jahren aufgrund spektakulärer Bauaktivitäten und der bestbekannten Bauschuttdeponie wahrlich auch eine besondere verkehrstechnische Herausforderung darstellt. Dass Fußgänger und Radfahrer sich hier einer lebensgefährlichen Situation stellen müssen, wurde bereits vom kritischen Schreiberling dargestellt – doch das scheint niemanden besonders zu interessieren, sind die doch an dieser Strecke eh absolut unerwünscht. Dass ein Kreisverkehr an der vielbefahrenen Kreuzung der N7 hin zu den Ortschaften Cruchten und Bissen seit langem mehr als angesagt, ja ob der oft sehr gefährlichen Verkehrssituation eigentlich absolut prioritär sein müsste, dürfte wohl jedem klar sein, der hier mal aufkreuzt – und das sind viele im Alltagsverkehr! Nur: an ebendieser Kreuzung, die schon so manchen Unfall erlebte und an der der wohl dichteste Verkehr auf Roost herrscht, und das, weil nicht nur die Industriezone „Klengbousbierg“ hier angesiedelt ist, sondern eben auch das in letzter Zeit – aufgrund des Totalversagens der aufeinanderfolgenden Regierungen in puncto Bauschuttproblematik (die nicht nur Herr Kuhn völlig zurecht kritisiert) – täglich beschriebene Chaos der hier zu erreichenden Bauschuttdeponie Anlass zu heftigen Reaktionen gibt.  Roost ist zum Begriff geworden – hin zum nächsten Reinfall einer mehr als fragwürdigen Industriezonenpolitik, die total daneben liegt, weil weit weg von jeglicher Bahnanbindung situiert. Lernt man denn trotz grüner Politverantwortung rein gar nichts dazu? „Wir lernen nichts dazu aber wir vergessen alles, so ein wohl passendes Zitat, oder? Ein weiteres Trauerspiel „grüner“ Politik

Wikipedia

 

Wenn man sich die aktuelle Berichterstattung in der Presse allerdings so durch den Kopf gehen lässt, so wird es wohl noch lange dauern, bis hier irgendetwas konkretes abgeht – wie so oft in diesem Lande! Geradezu lächerlich ist, wenn man lesen muss, dass zwar drei Kreisel auf insgesamt zwei Kilometren Länge geplant sind – alle Achtung! –  jedoch der erste tatsächlich erst mal auf der Höhe des Creos-Umspannwerks entstehen soll – einfach unglaublich!  Dort ist der Lastwagenverkehr, der zwar – wie die an dieser Stelle ebenfalls implantierte Milchfabrik der Luxlait sowie das zukünftige Hauptquartier der Rotarex – mittels eines Kreisverkehrs geregelt werden soll, wohl aktuell höher als eben an besagter Kreuzung, an der ein Lastwagen nach dem anderen in beide Richtungen zur Bauschuttdeponie kutschiert? Was soll denn das nun wieder? Welcher Kreisel muss denn wohl prioritär gebaut werden? Ach ja: Das Wahnsinnsprojekt Google – Datenzentrum, das aufgrund eines – skandalösen – Urteils gegen die Umweltschutzgewerkschaft des „MécoGoogle die nächsten Schritte in diese Richtung zu gehen erlaubt, ein Urteil, das die offenen Fragen des Gewässerschutzes und der höchst bedenklichen Trinkwassersituation völlig ignoriert, soll hier nicht weiter thematisiert werden.

 

Doch das Topic Roost wird sicherlich weiterhin aktuell bleiben, denn…der nächste Wahnsinn kommt bestimmt!                                                                                               

Frank Bertemes

 

 

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1 Comment

  1. Phil

    Wann ich mir Schräglage vieler Laster in den Kreiseln so anschaue, ist es schon abenteuerlich. Auf rechts folgt links, dann wieder rechts, eventuell doppelt rechts-links Kombination, dann sind Physik und Fahrwerke schon gefordert. Es ist nur zu hoffen, dass besagte Fahrzeuge eine tiefe Schwerpunktlage haben, sonst ist ein Umkippen in diesen “Roundabouts” vorprogrammiert.
    Aber breite, schön gerade Fahrbahnen ohne Verengungen und Schikanen gehören nun eben nicht zum luxemburger Verkehrsplan, sprich Menü des Strassenbauministers.

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