Frank Bertemes: Mit der Angst zum Ziel?

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    kaum eine Kraft ist so machtvoll wie die Angst.

    Alice Bota (deutsche Journalistin und Autorin)

     

    Corona und die Berichterstattung – wohlwissend um die Macht der Medien in sehr ernsten Pandemiezeiten, die den ganzen Globus heuer in Atem halten. Angesichts der medial verbreiteten Furcht vor der Ansteckung mit dem “unsichtbaren Feind“ hat sich das gesellschaftliche Verhalten der überwiegenden Mehrheit der Menschen – nicht nur im eigenen Umfeld –  in einer Form verändert, wie es vor wenigen Monaten wohl nur die pessimistischsten Beobachter für möglich gehalten hätten. Wer hätte nämlich gedacht, dass wir heute überall mit Masken herumlaufen würden? Das hat man übrigens für „normale“ Influenzaviren niemals veranstaltet und gewisse  anerkannte und erfahrene Virologen, die diese aktuelle Panik zumindest sehr reserviert und mit Sorge betrachten, werden ganz einfach ignoriert, genauso wie ihre Argumente keine Beachtung im politischen Mainstream finden. Weil was gewollt ist? Es dürfte klar sein, dass wir lernen müssen, mit diesem Virus zu leben, ein Virus, das bleiben und mutieren wird, so wie andere Viren das auch tun.  Kritisch betrachtet, wurde über Wochen medial auf die niedersten Instinkte regelrecht eingehämmert. Jeder, der einem irgendwo begegnet, wird zur potentiellen Gefahr. Wie irrational dieses Verhalten ist, fällt dabei den Wenigsten auch nur auf. Durch dieses Virus, das übrigens nur eines von sehr vielen ist, wurde eines der wichtigsten Bedürfnisse menschlicher Gesellschaften auf unbestimmte Zeit aus unserem „normalen“ Wertegerüst, das uns als Menschen zu Menschen, also zu sozialen Lebewesen, die wir nun einmal sind, macht, ganz einfach amtlich, faktisch „von Virus wegen“ entfernt. Nämlich das menschliche, völlig normale Bedürfnis nach Nähe, Berührung und zwischenmenschlicher Wärme. Die Gesellschaft wurde auseinandergetrieben. Das allgemeine Misstrauen ist zum Credo der Massenunterwerfung des Diktates der Masken geworden, die Angst zur täglichen Selbstverständlichkeit. Und das wird mit Sicherheit Konsequenzen haben.

     

    Eine angstdurchzogene Gesellschaft, ein Alltag ohne ein gewisses Grundvertrauen in andere wie auch in sich selbst, ist ein gefundenes Fressen für die Gestaltung einer neuen Gesellschaftsform, die die absolute Kontrolle, die so einigen vorschwebt, weiter pushen wird. Und das Gefährliche daran ist die allgemeine Akzeptanz im naiven Glauben, dass Kontrollmechanismen Schutzmechanismen darstellen würden, was übrigens schon die Verbreitung von Kameras im öffentlichen Raum fertiggebracht haben. Die Internetgiganten, die Elektronikindustrie und natürlich besonders die Pharmaindustrie werden sich freuen, wenn der Rubel wieder so richtig laufen wird. Das unsinnige Datencenterprojekt Google wird kaum noch zu stoppen sein – auch wenn es keine neuen Argumente gibt und die Grundproblematik der Strom– und Wasserversorgung unverändert die gleiche bleibt wie vorher. Doch die Zeit und die Umstände helfen… und der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel!

     

    Inzwischen herrscht die vollkommene Verkehrung des an sich üblichen gesellschaftlichen Selbstverständnisses vor, indem davon ausgegangen wird, dass das Gegenüber ja “das Virus“ herumtragen und verbreiten könnte, weshalb zuvorderst das “gesellschaftliche Abstandhalten“ eingefordert wird – schuldig, bis zum Nachweis der Unschuld?  Der mittels “Corona“ angerichtete wirtschaftliche und soziale Schaden ist kaum zu beziffern. Der gesellschaftliche Schaden ist darüber hinaus enorm , wie beispielsweise  die verordnete Zwangstrennung ganzer Familien, selbst an Feiertagen. Trauriger noch sind solche Schicksale, die durch Zwang den Abschied von einem geliebten Menschen verhinderte – ein niemals wiedergutzumachender, ja traumatischer Umstand.

     

    Was steht uns noch bevor?

    Frank Bertemes

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